Dienstag, 10. November 2009

Kirche im Abseits und trotzdem nicht wirkungslos

Ich las diesen Artikel hier zur Tagung des Landeskirchen-Forums in Zürich mit regem Interesse.

Ich kann punkto Analyse der Situation und geforderter Strategie mehrheitlich zustimmen. Und du?

Montag, 2. November 2009

Suche zusätzliche Betätigung - (innerhalb oder ausserhalb des Weinberg ;-)


Zugegeben, es ist schon unkonventionell, wenn einer (auch) über die Blog- und Facebook-Plattform einen Job sucht ...


Mit begründeter Hoffnung, meine theologische Master-Thesis (MTh) absehbar fertigzustellen und einzureichen, suche ich auf Frühling 2010 oder nach Vereinbarung eine ca. 40-60%-Anstellung.

Ich wünsche mir eine Tätigkeit im Bildungs- und/oder Forschungsbereich - innerhalb oder ausserhalb des kirchlichen Umfelds. Ich bin aber grundsätzlich auch für andere Optionen offen.


Hinweise und Anfragen sind willkommen ;-) ...

Freitag, 30. Oktober 2009

Feiern für einen guten Zweck - Benefiz-Event "5 Jahre ROCK CHURCH Vineyard Thun"


Kaum zu glauben aber wahr, wir sind als Vineyard Family bereits fünf abenteuerliche Jahre in Thun unterwegs!

Wir laden unsere Verwandten, Freunde und Bekannten darum herzlich ein, dieses besondere Jubiläum am Samstag, 28. November 2009, im Rahmen eines speziellen Benefiz-Events in der Musikbar Funkhouse in Thun mit uns zu feiern.

Programm
  • 19:30 Uhr, Apéro (mit Special guests)
  • 21:00 Uhr, Türöffnung für die Benefiz-Jam session mit Tinu Schweizerhof & friends
  • 21:30 Uhr, Benefiz-Jam session mit Tinu Schweizerhof & friends

Wir sammeln an diesem Abend feierlich mit kleinem Aufpreis auf jedem Glas Bier, Cola usw. für drei soziale Projekte der Stadt Thun. Die Projekte werden im Verlauf des Abends vorgestellt.

Es wäre genial, möglichst viele von euch in feierlich-spendenfreudiger Stimmung begrüssen zu dürfen ;-). See You there...

Dienstag, 27. Oktober 2009

Irgendwo fängt es an - Unterrichten, zum ersten Mal


Abgesehen von ein, zwei "Gastspielen", unterrichte ich nächste Woche zum ersten Mal an einer theologischen Ausbildungsstätte mit. Gemeinsam mit einem sehr inspirierenden und erfrischenden ;-) Kollegen, bestreite ich den Studienkurs "Einführung Empirische Theologie", der nächste Woche startet. Abgesehen von einer gewissen Unsicherheit ob dieser Herausforderung, freue ich mich sehr auf dieses Debut!

Dieser Kurs ist sehr praxisorientiert, soll er doch dazu befähigen, das Phänomen Leben empirisch-theologisch qualitativ zu erforschen und daraus "theoretisches" Wissen für Kirche und Gesellschaft zu generieren.

Ich hoffe, dass unsere Studierenden nach diesem Kurs mindestens so "heiss" aufs Forschen sind, wie ich es selbst nach meiner eigenen Einführungszeit war und bis heute geblieben bin. Der damalige inspirierende Dozent hat meinen Forschungshunger sicherlich mitverantwortet bzw. gefördert. Nun fällt uns die Ehre zu, auch auf seinen Grundlagen aufbauend selbst denselben Kurs zu gestalten. Ich hoffe, wir vertreten dich würdig, Toby ;-). Wir geben jedenfalls unser Bestes ...

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Gemeinde Jesu - Kirche der Perfekten?

Im Rahmen meiner Master-Thesis stiess ich schon länger auf Ulrich Bach, einen äusserst interessanten Vordenker zum Thema Kirche und Behinderung. Schade, dass er vor kurzem verstorben ist. Diesen Mann hätte ich sehr gerne mal kennen gelernt und ihm ein paar meiner Fragen zum Themenfeld gestellt...

Insbesondere Bachs Buch "Ohne die Schwächsten ist die Kirche nicht ganz" (2006) hat es mir angetan. Er fordert darin verschiedentlich, Kirche in Bezug auf mein Forschungsthema nicht als ein Nebeneinander von Behinderten und Nichtbehinderten und schon gar nicht als Kirche der Perfekten zu verstehen, sondern Kirche ist für ihn viel mehr ein "Patienten-Kollektiv, in dem sich nicht Starke (Ärzte und Pflegekräfte) und Schwache (Patienten) gegenüberstehen, in dem es vielmehr nur Patienten gibt: jeder ist auf Hilfe angewiesen, und jeder kann auf seine Weise helfen" (:343).

Was sich auf den ersten Blick wie ein saloppes Plädoyer für irgendeine Selbsthilfegruppe anhört, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen eher als notwendiges Korrektiv für eine analog zur Gesellschaft oft einseitig leistungs-, erfolgs. gesundheits- und vollkommenheitsorientierte Kirche (welcher Ausprägung und Facon auch immer) in der westlichen Welt.

Denk, denk...

Samstag, 3. Oktober 2009

Amy und das Kroki

Amy, unsere Jüngste, ist ein absoluter Kroki-Fan. Es versteht sich also von selbst, was sie heute mit ihrem Papa in einer freien Minute kreieren wollte...

Freitag, 2. Oktober 2009

Diskriminierung von Leitern mit Behinderung? - Aus der Studierstube

Beim "Graben" nach relevanter Literatur zu meiner Forschungsarbeit, stiess ich auf diesen interessanten, kurzen Artikel (Seite 93-99) hier. Vielleicht interessiert das auch andere...

Dienstag, 29. September 2009

Abendmahl - Vom Teilen und Gedenken

Ich las gerade diesen interessanten Blog-Post zum Thema Abendmahl. Danke, Toby! Vielleicht inspiriert er auch andere (nicht nur "theoretisch";-).

Freitag, 25. September 2009

Erinnerungen an eine geniale Geburtstagsparty



Gemütlich war's! Ein paar Jam Sessions mit Hang, Gitarre, Sax und Cajon, eine kleine aber feine Art Gallery, gute Gespräche und ein kreativer Abschluss des Events.

War einfach genial!

Ein herzliches Merci an die Film-Produzentin ;-).


Samstag, 19. September 2009

Wie die Kirche einfach wird - Interessanter Artikel

Interessanter Artikel zur Zukunft der Kirche: Wer Lust und Zeit hat, kann ihn sich hier reinziehen. Siehe konkret in der Rubrik "Aktuelle Ausgabe": Christian Hennecke, "Glänzende Aussichten – Wie die Kirche einfach wird. Erfahrungen zukünftiger Ekklesiogenesis".

Hier findet sich ein spannender Blog-Post in Anlehnung an den besagten Artikel.

Freitag, 18. September 2009

Zwischen Begeisterung und Ohnmacht - Aus der Studierstube

In meinem Forschungsprozess zur MTh-Thesis (vgl. die Blog-Posts in der Rubrik "Theologie" sowie in der Sidebar unter "BroccOli im Internet") sinniere ich die letzten Tage über den empirischen (Zwischen-)Ergebnissen der vielschichtigen Datenanalyse nach. Einerseits begeistern mich die Möglichkeiten der empirisch-theologischen Forschung und die ermutigenden Resultate aus der Analyse. Andererseits lösen die teils auch sehr herausfordernden Ergebnisse Ohnmacht in mir aus. Als Direkt-Betroffener lässt einem diese (zwar vorläufige) erstmalige Rundschau aus dem kirchlichen Alltag einfach nicht kalt.

Nein, ich habe keine einfachen Antworten erwartet. Ja, auch ich plädiere - trotz Betroffenheit - für eine differenzierte Haltung gegenüber körperlich und seelisch leidenden Leitern im Kirchenkontext. Ich verstehe nun viele Wenn und Aber, Zusammenhänge und Hintergründe und kann sie teils sogar nun ansatzweise empirisch nachvollziehen. Letztlich bewegt mich aber doch eine Art "Inkonsequenz" in unserem kirchlichen Umfeld. Das menschliche Leiden und leidende Kirchenmitglieder stehen im Fokus pastoraler Tätigkeit. Was ist aber, wenn der Pastor, der Pfarrer, der Priester selbst krank wird - langanhaltend, wahrnehmbar? Dürfen (müssen) dann - parallel zum gesellschaftlichen main stream - Leistungsorientierung und Systemerhaltung wirklich so oft höher wiegen als christliche Prämissen? Stösst die Theologie auch in diesem Punkt oft an die Grenzen der Praxis? Fragen über Fragen...

Es ist noch nicht Zeit, um hier tieferen Einblick in die Resultate meiner Forschungsarbeit zu geben. Aber der Zeitpunkt wird kommen ;-). Nun heisst es erst einmal die letzten Vorbereitungen für sicher intensive aber interessante Studientage zusammen mit weiteren MTh- und DTh-Studierenden abzuschliessen. Freue mich sehr auf diese inspirierenden Tage...

Donnerstag, 10. September 2009

"Kontroll"-Gespräch früh morgens

Unsere Jüngste kommt heute Morgen ins Bad. Ich stelle gerade mein Rasierzeug bereit.

"I wott dir zueluege bim Kontrolliere!", sagt sie entschlossen.

"Guet", meine ich.

"Tuesch jtze das mit em Bürschteli abchratze?", fragt sie. "Tue mau lache, Papa!", fordert sie weiter.

"Mhmh", murmle ich nur - gut eingeschäumt.

"Mama mues o kontrolliere, we sie grösser esch!", beschliesst sie unsere Konvesation.

Dienstag, 8. September 2009

Segen und Fluch von (kirchlichen) Systemen

Bekanntlich studiert es mit mir seit ein paar Jahren wieder ziemlich intensiv. In meiner Master-Thesis zum Thema "Schwachheit und geistliche Leiterschaft" stosse ich zwangsläufig an verschiedene unbequeme Themen und Fragen zum kirchlichen (und gesellschaftlichen) Leben.

Ein "Dauerbrenner" im Hinblick auf meine Forschungsfrage ist z.B. das Thema Nutzen und Gefahren von (kirchlichen) Systemen. Nein, hier folgt keine Abhandlung der Organisationstheorie ;-). Den Nutzen von Organisation und System hinterfrage ich auch gar nicht grundsätzlich. Mich beschäftigt aber die Herausforderung, dass sich Systeme - auch kirchliche - relativ schnell selbst zur obersten Maxime werden können. Das bleibt selten folgenlos. Der Pfad ist schmal zwischen sinnvoller Organisation im Dienst der Menschen und menschlichem Dienst am erstarrten System. Dass im zweiten Fall auch mal "system-korrigierende" Grundüberzeugungen, Werte und gar Menschen "geopfert" werden, ist in der Theorie bekannt.

Mich beschäftigt zu meinem Thema insbesondere der dadurch zum Teil in Kauf genommene Verlust an "Mitarbeiter-Potential" zugunsten einer reibungslosen Aufrechterahltung des Systems. Diese Zusammenhänge sind menschlich und nachvollziehbar. Keine Kirche ist davor gefeit - auch BroccOli's kleine Vineyard Family nicht ;-). Ich bin aber diesbezüglich auf alle Fälle schon etwas sensibler als zu Beginn meines Studienprozesses.

Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht aus der Studierstube und akademischen Lebensschule preisgeben ;-). Für eure weiterführenden Beiträge bin ich aber trotzdem dankbar...

Dienstag, 1. September 2009

Sponsoring für einen guten (Forschungs-)Zweck


Jetzt ist sie draussen, die Projektausschreibung zu meiner Master-Thesis, wie sie die "Stiftung Bildung und Forschung" ab heute auf ihrer neuen Website veröffentlicht.

Die Stiftung Bildung und Forschung hilft mir bei der Suche nach finanzieller Unterstützung für das Forschungsprojekt. Wer meine Forschungstätigkeit finanziell unterstützen möchte, darf das somit sehr gerne über diese Stiftung tun. Die Angaben zur Bankverbindung usw. findet man auf der Website der Stiftung oder auf der Projektausschreibung.

Herzlichen Dank für alle Unterstützung!

PS: Die Stiftung unterstützt übrigens noch zwei weitere sehr interessante Forschungsprojekte.

Donnerstag, 27. August 2009

Kym kennen gelernt...

Ich hatte gestern die Gelegenheit, Kym Franklin kennen zu lernen. War mir eine Freude, auch wenn ich vom intensiven Studientag ziemlich müde war ;-)!

Hoffe sehr, dass sich unsere Wege wieder einmal kreuzen, und wir dann etwas mehr Zeit zum Plaudern haben...

Samstag, 22. August 2009

Ein ROCK CHURCH Cafe zwischen Tanz und Trost

Zwei Impressionen aus unserem heutigen ROCK CHURCH Cafe bei uns zuhause:

Zu Beginn tanzte unsere älteste Tochter für uns - auf Ankündigung der mittleren hin ;-) - zu einem ihrer aktuellen Lieblingssongs (ein rockig interpretierter Gospel). Einfach rührend!


Im Verlauf des Abends bewegten wir einen spannenden Text aus dem "grossen Buch" ;-). Wir stolperten über einen besonderen Kreislauf aus einem alten Brief an Christen in der griechischen Stadt Korinth:


Vielleicht ein altes Stück "Literaturgeschichte", aber noch immer erfischend und relevant für den Thuner Alltag im 21. Jahrhundert. So ähnlich wie damals, erleben wir das auch heute: Gotteserfahrungen, die Fürsorge und Unterstützung von Freunden können uns in Krisenzeiten ermutigen und trösten. Durchgestandene schwere Zeiten lassen uns sensibel für die Herausforderungen unsere Freunde und Bekannten werden. Quasi Leiden als Chance (aber nicht als Bedingung ;-). Der Wert von ein paar tiefen Freundschaften und einer fürsorglichen Weggemeinschaft wurde einmal mehr deutlich.

Hmm, hat einfach gut getan...

Montag, 17. August 2009

Wenn das Forschungsthema zugleich ein Lebensthema ist


Von wegen, Theologie ist eine "trockene" Materie... Ich bin zur Zeit vom Gegenteil überzeugt. Ich forsche bekanntlich seit Längerem zur Frage: "Wie wirken sich körperlich und seelisch leidende geistliche Leiter im Gemeindebau aus?" Das ist für mich nicht einfach nur eine nüchtern-wissenschaftliche Forschungs- sondern eine persönliche Lebensfrage - aus eigener Betroffenbeit versteht sich!

Und, weil es sich um eine empirisch-theologische Untersuchung im Kirchenkontext unseres Landes handelt, kommt hier (in Form von qualitativen Interviews) auch das Leben selbst direkt zu Wort.

Ich muss zugeben, dass ich wohl noch nie mit soviel emotionalem "Auf und ab" theologisch gearbeitet habe. Diese Materie lässt einem schlicht nicht kalt - no chance! Bin gespannt darauf, was ich persönlich und unsere Kirchenlandschaft von dieser ersten Untersuchung dieser Art (soviel mir bekannt ist) lernen kann.

Samstag, 8. August 2009

Wenn der Weg im Dunkeln liegt - oder zumindest "unscharf" scheint

Vielleicht kennst du es auch, dass einem sein persönlicher Weg manchmal vor lauter Unklarheit wie im Dunkeln zu scheinen liegt? Mir zumindest ging das in meinem Leben schon mehrfach so - die vergangenen paar Jahre erst recht. Daran wurde ich erinnert, als ich unsere aktuellen Ferienfotos durchschaute. Dieses Bild hier war eigentlich "scharf" geplant gewesen. Eine kurze, unbeabsichtigte Erschütterung reichte, und die Foto landete wie künstlerisch verfremdet im Kasten.

Ja, genau so erlebe ich es manchmal auch. Man denkt, dass die Dinge nun langsam "auf gute Geleise" zu rollen kommen. Aber eben, das Leben ist selten berechenbar. Schon öfters brauchte es nur ein paar unerwartete - mehr oder weniger grosse - Erschütterungen, und das Leben schien plötzlich wieder "neben den Schienen" zu verlaufen. Dass dies mitunter eine ziemlich holprige Erfahrung sein kann, brauche ich solchen mit langjärhiger Erschütterungserfahrung kaum zu erklären ;-).

Zu erleben, dass sich die Dinge teils ebenso schnell wieder "wie von selbst" in gute Bahnen lenken, ist allerdings eine umso prägendere Erfahrung. Es besteht also Hoffnung, auch für aktuell scheinbar dunkle und unscharfe Wegführungen.

Einmal scharf stellen und Licht einschalten, bitte!

Mittwoch, 5. August 2009

Gibt es einen Bananenkisten-Fluch?

Das vergangene halbe Jahr hat ständig jemand aus unserer Vineyard Family oder Bekanntenkreis gezügelt. Wir haben uns auch nach unserem eigenen Umzug als Familie erst vor ein paar Wochen aus den Bananenkisten "herausgearbeitet". Nun müssen wir aufgrund von Sanierungsarbeiten unser (erst vor wenigen Monaten gezügeltes) Vineyard Office in eine Übergangslösung verschieben.

In solchen Phasen frage mich mich mehr oder weniger ernsthaft, ob es wohl so etwas wie einen Bananenkisten-Fluch gibt :-). Ja, ja, ich weiss, bibelfeste Christen trösten sich in solchen Fällen häufig mit dem Spruch, dass "wir hier auf Erden keine bleibende Stätte haben" und zeitlebens "Fremde" sind. Ehrlich gesagt, bin ich aber selten so biblisch begründet relaxt, sondern kämpfe eher mit meiner Unliebe gegenüber ständigen Veränderungen im Leben ;-).

Montag, 27. Juli 2009

Zum ersten Mal im Kino - unerwartet und gratis!

Am vorletzten Sonntag sassen wir mit unserer Family in der Stadt beisammen - gegenüber eines Kinos. Unsere Kids fragten uns, wann wir denn zum ersten Mal im Kino gewesen seien. "In der dritten Klasse, vielleicht", sagte ich. "Wir möchten so gerne mal ins Kino, Papa!", fanden die älteren beiden. "Jetzt läuft ja gerade Ice age 3. Gehen wir den schauen?", bestürmten sie uns. "Ja, vielleicht wäre das mal was", fanden meine Frau und ich. Dies sei allerdings eine teure Sache, die wir uns nicht einfach so leisten könnten, fügten wir an. Ende, Szene 1.

Keine fünf Minuten vergingen, da klopfte mir jemand auf die Schulter, ein Pastorenkollege. Szene 2 war dann Gegenstand von ein paar "Wie geht es euch?", "Was tut ihr gerade?" usw. Ohne Szene 1 mitbekommen zu haben, sagte mein Gesprächspartner plötzlich: "Wir gehen grad ins Kino, Ice age 3 anssehen. Wollt ihr mitkommen? Wir laden euch ein!" Das war der Hammer, insbesondere für unsere Kids!

Szene 3 ereignete sich dann im Kino. Unsere Kids schwelgten und waren sich sicher: Dieses Vergnügen war eine Bescherung direkt vom Himmel - unter nichts ahnender aber grosszügiger Beteiligung von dritten...

(Merci, nomau, Bidi und Family! Ihr habt uns eine sehr grosse Freude bereitet.)

>>> Siehe diesen Post im Originalzusammenhang des Blogs "Mit Gott im Alltag".

Donnerstag, 23. Juli 2009

Jam Session in der Musikbar Funkhouse, Thun


Gestern haben wir es tatsächlich gewagt, packten unsere Instrumente, pilgerten in unsere Lieblingsbar und spielten spontan ein paar wenige Songs. Unser Mut hat mich gefreut!

Insgesamt waren wir (fast;-) alle etwas unsicher. Was dann aus den hölzernen und blechigen Schallkörpern daherkam, konnte sich aber hören lassen. Wir waren uns einig: Mit mehr Übung und Routine liesse sich hier noch weit mehr musikalisches Spass- und Unterhaltungspotential nutzen.

Tat richtig gut, wiederholungsbedürftig! Wer kommt nächstes Mal (wieder) mit? Ich bin auf alle Fälle dabei...

Montag, 20. Juli 2009

Nach den Ferien ist vor den Ferien ;-)

Sie gingen wie immer schnell vorbei, die Ferientage. Gut taten sie aber alleweil. Nun versuche ich wieder den Anschluss an den mehr oder weniger "normalen" Alltag zu finden. Mal sehen, was er bringt...

Dienstag, 30. Juni 2009

Ein Traum von Wohnen und Leben

Den letzten Sonntag verbrachten wir als Family zum grossen Teil im Thuner Strandbad - direkt am See. Das tat einfach gut! Und wieder einmal sagten wir zueinander: "Wir wohnen einfach in der schönsten Stadt der Schweiz!" Schwelg... (Ich weiss, das behaupten auch andere ;-).

Schöne und erholsame Ferien allerseits...

Donnerstag, 25. Juni 2009

Erfolg im Gemeindebau - Woran soll er gemessen werden?


Aus unserem letzten Vineyard-Forum habe ich eine Frage mitgenommen, nämlich: Woran messen wir Erfolg und Entwicklung im Gemeindebau?

Ich weiss, da gäbe es zahlreiche schlaue praktisch-theologische und sonst-logische Antworten, "Mess-Tools" inkl. Da werden Diskussionen um qualitatives und quantitatives Wachstum geführt, statistische Erhebungen gemacht und viel Schlaues ausgewertet und bewertet.

In Gesprächen mit Leuten (primär mit Christen), werden jeweils zwei wichtige Fragen zur aktuellen Entwicklung einer Gemeinde gestellt - zumindest begegnet mir das so: "Wo trefft ihr euch?" und: "Wieviele seid ihr?" Beide Fragen kann ich jeweils nicht kurz beantworten, wenn ich eine wirklich relevante Antwort geben möchte. Gemeinde ist für mich schon lange nicht mehr einfach ein Ort, an den ich hingehe ("Ich gehe zur Gemeinde...") und die Anzahl Leute, die sich jeweils da und dort treffen, machen nicht die ganze Gemeinde aus bzw. Events sind für mich nicht mehr der (einzig) relevante Messpunkt für die obige Ausgangsfrage.

Schauen wir auf Jesus, versagt bereits er selbst bei unserem "klassischen Qualitäts- und Wachstumstest: Am Schluss seines Lebens hatte er vermutlich ein paar Hände voll mehr oder weniger treue und vertrauenswürdige Anhänger ("eingeschriebene Gemeindeglieder"), dabei hat er doch vor Tausenden gepredigt und viele geheilt (event-orientiert). Er wird von Leuten ans Kreuz geschrieen, die ihn kurz vorher noch angehimmelt hatten. Trotz viel "Publicity" hat er kaum mehr als eine relativ wilde und verwegene Horde von Nachfolgern hinterlassen. Schaut man auf seine Lebzeit, dann hat seine Mission nur mässig funktioniert und wenig messbaren Erfolg bewirkt. Er hat keine neue Kirche gegründet, zumindest keine institutionalisierte, keinen Tempel errichtet, nicht mal einen organisierten Ministry-Zweig aufgebaut. er hat zwar viele geheilt, gespiesen, sozial aufgewertet usw. Warum haben sie sich nicht alle seiner Bewegung angeschlossen? Ok, teils hatte er sie sogar selbst angehalten, es besser nicht zu tun. So ähnlich messen wir doch heute auch oft Gemeindeentwicklung, oder nicht? Sind das aber wirklich die Fragen, deren Antworten zählen?

Betrachte ich auf diese Frage hin das Neue Testament, drängen sich mir teils komplett andere Fragen auf. Ich werde z.B. nie gefragt, ob wir in den vergangenen Tagen als Vineyard Family versucht haben, Jesus und seinem Ruf treu gewesen und dieser Welt nach unseren Möglichkeiten eine gelebte Einladung zu ihm gewesen sind? Ich höre weiter kaum, ob durch unsere Vineyard Family die letzten Monate notleidende Menschen finanzielle, materielle oder sonstige Hilfe erfahren haben? Ich werde nie gefragt, ob der eine oder andere in irgendeiner Art etwas soziale Gerechtigkeit erfahren hat? Ich werde nie gefragt, ob Menschen, die vorher mit Glauben und Gott nichts oder nichts mehr zu tun haben wollten, durch unsere gelebte Grosszügigkeit und Barmherzigkeit - wenn auch anfangs zaghaft und zweifelnd - wieder an die Existenz Gottes zu glauben begonnen haben? Ich höre kaum die Frage, ob wir die letzten Wochen für kranke und verzweifelte Menschen gebetet hätten und sie dadurch etwas vom angebrochenen Reich Gottes erfahren haben? Usw.

Zudem stelle ich fest, dass langjährige Christen in der Regel ganz anders (eher im Sinne der ersten genannten Fragen-Palette) fragen als Menschen, die dem Christentum kritisch oder gleichgültig gegenüberstehen. Die zweiten stellen meistens andere Fragen, welche dem zweiten Fragenkatalog tendenziell näher sind. Paradox, oder nur logisch?

Heute können wir wohl mit gutem Grund behaupten, dass keine Person in der Geschichte mehr Menschheit so stark geprägt hat wie Jesus Christus, obschon sein Leben nach menschlichen Massstäben vermutlich als "Misserfolg" bezeichnet werden müsste.

Wenn das Neue Testament so deutlich vom Säen und Giessen, vom selbstlosen Dienen, von der nicht berechnenden Nächstenliebe und davon spricht, dass das Gott das Wachstum seines Reiches selbst bewirkt, dann frage mich zunehmend, ob denn hier nicht etwas schief läuft?

Was denken meine Blogleser/innen dazu?

PS. Eine ergänzende interessante Grafik zum Thema findet sich hier.

Dienstag, 23. Juni 2009

Was Tupperware mit Christsein zu tun haben kann


Um es vorneweg zu nehmen: Tupperware und Christsein haben ehrlicherweise direkt nur mässig miteinander zu tun :-).

Vor etwas mehr als einer Woche sassen wir als Vineyard Family zum Pic Nic an einem der schönsten Orte in unserer Stadt - auf der Wiese bei den Inseli hinter dem Schiffkanal. Cool bzw. warm war es ;-).

Wenn wir zusammenkommen, essen wir fast immer gemeinsam. Man bringt etwas zum Buffet mit, und los geht's. Beim letzten Mal hatte ich allerdings mein Cajon (Percussionsinstrument/Schlagzeugersatz) zuhause gelassen. Gott sei Dank, gibt's Tupperware! Meine älteste Tochter und ich schnappten uns auf die Idee meiner kreativen Frau hin ein paar der besagten Plastik-Teile und hatten im Handumdrehen einen valablen Schlagzeugersatz beisammen. Wieder einmal überraschte mich unsere Tochter mit ihrem ausgereiften Rhythmusgefühl. "Die Kokosnuss fällt nicht weit vom Schlagbaum", oder wie sagt das Sprichwort gleich? Unter ND's fachkundiger Gitarrenbehandlung ging die kurze Jam Session locker vom Hocker bzw. vom Plastik.

Fazit: Was wäre die Welt wohl - und erst die Kirche - ohne Tupperware & Co.? Ich meine abgesehen davon, dass sie etwas weniger Sonderabfall zu verkraften hätte ;-) ...

Mittwoch, 10. Juni 2009

Leiden, darüber spricht man (nicht) - Radiosendung mit BroccOli


Hier der Weblink zur Radiosendung mit mir zum Thema "Leiden - darüber spricht man (nicht)". Der Beitrag kann auf der Website des Radio Life Channel jederzeit angehört oder heruntergeladen werden.

Viel Gewinn...

Montag, 8. Juni 2009

BroccOli im Radio Life Channel - Mittwoch, 10.06.09

Am Mittwoch, 10. Juni, 20:00 Uhr, werde ich in der Themensendung "Zoom" auf Radio "Life Channel" zu hören sein. Der Beitrag wird am Sonntag, 14.06., 20:00 Uhr wiederholt (weitere Wiederholungen, Termine siehe Website).

Diese Sendung wird zum weiteren Themenkreises meiner prämierten MA-Abschlussarbeit (2008) "Schwachheit und geistlicher Dienst" bzw. in Anlehnung daran produziert. Thema ist also das menschliche Leiden, Herausforderungen, Fragen und Antworten dazu.

Herzlich empfohlen, bei Interesse reinzuhören!

Dienstag, 2. Juni 2009

Wenn die Wirtschaftskrise persönlich wird


Es ist ja nicht zum ersten Mal, dass ich aufgrund von fehlenden Finanzen meine Anstellung verliere. Der Schock sass (und sitzt) aber trotzdem recht tief. Ich kenne auch die Gefühle und Erlebniswelt von Stellensuchenden aus eigener Erfahrung. Und doch scheint man in dieser Hinsicht kaum rasch in "emotionsloser Routine" zu funktionieren.

Auch als Leiter im kirchlichen und sozial durchmischten Umfeld erlebe ich, dass viele meiner Zeitgenossen aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise von ähnlichen oder weit schlimmeren Umständen heimgesucht werden. Selbst betroffen zu sein, ist allerdings ein anderes Paar Schuhe.

So, nun wird wieder vorwärts geschaut, nach und nach. Die Sache hat auch ihr Gutes, z.B. mehr Freiraum fürs Studium und die Chance für Neuanfänge oder unerwartete offene Türen. Mal gespannt, wie die Geschichte diesmal weitergeht...

Dienstag, 26. Mai 2009

Notschlafstellen mit mehr Zulauf - ein bedenklicher Trend

Bedenklich aber nicht unerwartet, was ich hier gerade gelesen habe. Das deckt sich auch mit den Beobachtungen und Erfahrungen, die ich und wir als Vineyard Family in unserem Umfeld machen.

Ich bezweifle heute zunehmend, dass wir auf lange Sicht alleine mit staatlichen (sprich den sozial-staatlichen) Massnahmen den gesellschaftlichen Umbrüchen (Armut inkl.) gewachsen sind. Ich gehe sehr davon aus, dass künftig viel ehrenamtliche Innovation und selbstlose Fürsorge gefragt sein werden.

Wenn ich bedenke, wieviel unentgeltliche Leistung und Engagement hier insbesondere die Kirchen in unserem Land leisten, dann frage ich mich, warum man ihnen (z.B. hinsichtlich der Steuern usw.) nicht zusätzliche staatliche Begünstigungen zukommen lässt, stattdessen teils bisherige Unterstützung streicht oder den Support sogar zum vornherein ausschlägt.

Natürlich, Kirchen setzen sich nicht nur für das leibliche sondern auch für das seelische und geistliche Wohl der Menschen ein, halt ganzheitlich, aus Nächstenliebe. Das liegt quasi in der Natur der Sache. Inzwischen gehört es aber zum globalen Allgemeingut, dass der Mensch ganzheitliche und umfassende Bedürfnisse hat - also nicht nur leibliche. Gibt es denn wirklich ideologisch und sonstwie -logisch neutrale soziale Hilfsleistung? Ist nicht alles soziale Handeln letztlich eine Folge von ideologischen Grundannahmen, Überzeugungen, Werten usw.?

Ich meine, dass unser Staat (Wer ist eigentlich der Staat?;-) gut beraten ist, wenn er denjenigen, die sich uneigennützig den Nöten unserer Gesellschaft annehmen, nicht noch Steine in den Weg legt - wenn sie denn wirklich ohne auf eigenen Gewinn und Vorteil bedacht zu sein Zeit, Kraft und Geld für das Gemeinwohl investieren. Natürlich dürfen die Nöte der Menschen nicht für Missionszwecke instrumentalisiert werden. Dies gilt es aber gleichermassen für alle Gruppierungen zu berücksichtigen.

Um den Kreis zu schliessen, gibt es wirklich sozial verantwortliches Handeln, das frei von ideologischen Konzeptionen und Überzeugungen geschieht? Ich könnte ein zwei Organisationen und Bewegungen aufzählen, die vielleicht subtiler aber meiner Meinung nach nicht weniger entschlossen unter fragwürdigen "Missionsabsichten" sozial tätig sind als die Kirchen in unserem Lande.

Und, ganz nebenbei bemerkt, gäbe es unseren Sozialstaat in der Form und in dieser umfassenden Art und Weise, ohne das christlich-soziale Engagement in der Geschichte unseres Landes? Geschichtskundige kennen die Antwort wohl...

Freitag, 22. Mai 2009

Kirche - ganzheitlich und gemeinsam gelebter Glaube an Jesus


Ein lieber Freund und ich wurden diese Woche zu einem offiziellen Gespräch über unsere Vineyard Family eingeladen. Ein gewichtiger Entscheid stand an. Einer unserer Gesprächspartner fasste im Verlauf des Gesprächs unsere Identität so treffend zusammen, wie ich es kaum hätte besser machen können: Er sagte in etwa sinngemäss:

"Bei ihnen lässt sich wohl soziales, gemeinschaftliches und kultisches Handeln kaum auseinanderhalten. Das ist eine Einheit. Alles fliesst ineinander und gehört zusammen."

Richtig! Sind wir so gesehen überhaupt noch Kirche oder eher eine unkonventionelle soziale Einrichtung? Wo hört das eine auf , und wo beginnt das andere? Dieses Gespräch hat mich darin sehr ermutigt, unseren speziellen "Thuner-Weg" auch weiterhin "ungeteilt" und in diesem Sinne "spannungsgeladen" weiterzugehen.